750 Gelbgold, Brillanten
(Trauringe: 0243459 / 0270487)
750 Gelbgold, Brillanten (Trauringe: 0243459 / 0270487)
Goldschmiedezeitung Sept 05

Was ist das Wichtigste beim Trauringkauf?

Helmut Müller:
Meiner Meinung nach sollten Brautpaare vor allem auf eine gute Beratung und die Top-Qualität der Ringe achten. Mir ist auch ganz besonders wichtig, dass Brautpaare sich beim Trauringkauf nicht mit schlechten Artrappen aus billigem Ersatzmaterial zufrieden stellen und echte Modelle probieren.
Wenn man eine S-Kasse fahren möchte, fährt man doch auch keinen Smart zur Probe, oder? Die Artrappen können niemals so gut sein wie das Original. Im Internet werden viele Trauringe angeboten, die oberflächlich wie Qualitäts-Trauringe aussehen. Aber in Wirklichkeit sind die Qualitätsunterschiede riesig gerade bei den Steinqualitäten und bei mangelhaftem Tragekomfort.

Jens Schniedenharn:
Wir bei Marrying legen sehr viel Wert auf eine individuelle Beratung in entspannter Atmosphäre. Bei Prosecco oder Espresso hat man die Zeit, verschiedene Ringformen in unterschiedlichen Breiten, Oberflächen und Metallen anzuprobieren.

Wie kann man den späteren Tragekomfort einschätzen?

Helmut Müller:
Brautpaare müssen sich bewusst sein, dass man den Trauring wirklich täglich trägt. Der Tragekomfurt ist also das alles entscheidende Kriterium beim Trauringkauf.
Ich empfehle weiche, abgesoftete Formen, weil die den besten Tragekomfort bieten. Bei eckigen Formen sollte man lange überlegen, ob man sie auch dann gerne trägt, wenn man zum Beispiel einen Koffer zu schleppen hat.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um die Trauringe zu kaufen?

Jens Schniedenharn:
Das ist ganz unterschiedlich. Wir haben Brautpaare, die bereits zwölf Monate vor der Trauung auf Trauring-Suche gehen, manche machen das erst zwölf Tage vor dem Jawort.
Perfekt ist ein Zeitrahmen von etwa drei Monaten. Auf jeden Fall muss dem Trauring Hersteller genügend Zeit gegeben werden, die Trauringe speziell nach den Wünschen und in der exakt passen den Größe des Kunden herzustellen- und dafür sind etwa 14 Tage nötig.

Welche Schmuckmetalle sind für Trauringe empfehlenswert?

Jens Schniedenharn:
Wer etwas wirklich Besonderes haben möchte, für den ist Platin genau das richtige Metall. Das eigentlich weiche, aber zähe Platin wird durch aufwendige und komplexe Herstellungsverfahren sehr hart und widerstandsfähig. Man kann Platin immer wieder nachmattieren, und ein Leben lang daran Freude haben, da die Ringe kaum Tragespuren aufweisen werden.
Neben dem Platin sind Goldtrauringe in 750er Gold die Dauerbrenner und seit Jahrhunderten das sinnbildlichste Symbol der gemeinsamen Liebe.

Helmut Müller:
Wir haben für Paare, die die hohen Preise von Platin nicht zahlen möchten, eine Alternative entwickelt:
Unsere Palladium- Kollektion bietet ähnliche Trageeigenschaften wie das Schmuck-Metall Platin. Dabei sind die Härte und die Farbe durchaus zu vergleichen, denn Palladium gehört als leichtestes Element in die Platin-Gruppe. Wir sehen Palladium in erster Linie als eine Alternative zum Schmuckmetall Weißgold an, denn es ist natürlich nicht so schwer und wertig wie Platin.
Weißgold wird - so nennt das der Fachmann rhodiniert, das heißt, das Metall Gold wird für die weiße Farbe mit einer Rhodiumschicht überzogen. Und diese Schicht trägt sich mit der Zeit ab. Das Palladium dagegen hält seine Farbe.

Immer mehr Hersteller präsentieren Trauringe aus Rosegold - ist das ein Trend?

Helmut Müller:
Durchaus, wir sehen den Trend zum Rot- oder Rosegold schon seit einiger Zeit. Allerdings wird bei uns Rosegold nur als Akzent eingesetzt - im Vordergrund stehen meistens Gold oder Platin.

Welche Tendenzen gibt es in Sachen Gravur?

Jens Schniedenharn:
Natürlich haben wir verschiedene klassische oder moderne Schriftarten, die nicht nur in, sondern auch auf dem Ring graviert werden können, so dass man mit seiner einmaligen Gravur den Ring mitgestaltet und zu etwas Einzigartigem macht. Viele unserer Kunden nutzen die Möglichkeit, ihre Namen in eigener Handschrift oder selbstgemalte Liebessymbole eingravieren zu lassen: Über einen Laser wird die Handschrift 1:1 in den Ring graviere, so dass man die Handschrift seines Liebsten immer bei sich trägt.

Erinnern Sie sich an eine besonders ausgefallene Gravur?

Helmut Müller:
Einem Bräutigam haben wir mal den Sinnspruch "I love you more than beer" (deutsch: Ich liebe dich mehr als Bier) graviert da musste auch ich lachen!

Erzählen Sie uns von dem wertvollsten Trauring, den Sie hergestellt haben.

Helmut Müller:
Wir haben gerade einen Platintrauring mit einem großen Diamanten als Centerstone und einer Reihe Diamanten im Princess-Cut gemacht. Der Wert dieses Ringes belief sich für die Braut auf etwa auf
30 000 €.

Und was trägt in solchen Fällen der Bräutigam?

Helmut Müller:
Der trägt meist einen ganz schlichten Trauring. Obschon gerade in Amerika und England viele Herren auch auf ihrem Trauring einen Diamanten tragen möchten.
In Deutschland hat sich dieser Trend noch nicht durchgesetzt - aber ich könnte mir zum Beispiel Trauringe mit blauen Diamanten perfekt für ein Brautpaar vorstellen, wenn beide Partner Diamanten tragen möchten.

Jens Schniedenharn:
Ich beobachte, dass Männer mit immer mehr Stolz Ihren Ring tragen. Da er proportional perfekt zur Hand passen muss, ist er häufig breiter und massiver als der Damenring. Mutige Männer setzen gerne Akzente mit kleinen Brillanten, die seitlich an der Ringschiene gefasst sind, so dass sie nur bei bestimmten Handbewegungen dezent hervorblinken.

Eine Frage scheidet die Geister. Sollte man den Trauring nachts ablegen oder nicht?

Jens Schniedenharn:
Das ist wirklich eine persönliche Sache und da gibt es keine Vorgabe. Wenn der Ring richtig gut sitzt und einen tollen Tragekomfort bietet, dann legen ihn die wenigsten ab- weil man ihn einfach nicht mehr spürt.
Darum ist die Beratung ja auch so wichtig!


DOWNLOAD